Leuten denen ich von meiner Obession erzähle, Dinge mit der Kamera zu sammeln, reagieren oft sehr überrascht. Dinge die man sammelt müsse man doch wohl anfassen können und in ein Album oder eine Schublade stecken. Aber Gesammeltes nur Fotografieren? Doch das geht, ich “sammle” viele Dinge mit der Kamera: Bilder von Gullideckeln, Kaugummiautomaten, schönen Zahlen oder Aufklebern und eben auch von Bilder meines täglichen Kantinenessens.

Dabei halten sich diese Aufnahmen an ein striktes Schema: Tablett auf dem Tisch, exakt von oben aufgenommen. Auf dem Tablett mein Essen und das Besteck, die Serviette nicht. Fotos von Kantinen, Kantinenpersonal oder Kollegen in der Kantine mögen auch schön sein, interessieren mich aber im Zusammenhang mit diesem Blog nicht. Im Blog finden sich deshalb ausschließlich Aufnahmen meines Tabletts, auch wenn immer wieder der Wunsch geäußert wird, doch auch einmal die Kantine selbst zu fotografieren.

Zwei Dinge haben mich dazu bewogen, den lange gehegten Gedanken tatsächlich in die Tat umzusetzen. Zum einen der Kauf einen kompakten Kamera (Canon IXUS 950), zum anderen der Wunsch, mich etwas intensiver mit dem auseinander zu setzen, was ich tagtäglich so zu mir nehme. Auf den Bildern findet sich so auch eine Art Historie meiner Ernährung und die Umstellung zu vegetarischer (genauer pescetarischer) Lebensweise. Wirklich wichtig wurde mir selbst diese Dokumentation ab Anfang Februar 2007, als ich begonnen hatte, meiner Ernährung konsequent umzustellen und mein Gewicht zu reduzieren. Bisher habe ich ca. 35 Kilo abgenommen.

Natürlich fällt mir nicht jeden Tag etwas wirklich sinnvolles zu meinem Bild ein, besonders dann nicht, wenn es aus einem Salat und einer Breze besteht. Vielleicht findet trotzdem der eine oder andere Gefallen daran und schaut öfter mal vorbei oder abonniert den RSS-Feed. Über Kommentare freue ich mich natürlich ganz besonders.